wer-weiss-was: Web 2.0 seit 1996

wer-weiss-was ist ein Urgestein des deutschen Internets. Das Netzwerk zum gegenseitigen Austausch von Know-how ging bereits 1996 als Studentenprojekt der Universität Hamburg online. Ausgangspunkt für die Idee der Frage- und Antwort-Plattform war ein Uni-Workshop, der es den wer-weiss-was Gründern Heiner Jürgensen, Norbert Schuler, Michael Otto und Hanno Zulla erstmals ermöglichte, eine eigene Homepage zu erstellen. Darauf stellten sie unter anderem ihre persönlichen Interessensgebiete vor und teilten ihr Wissen gerne, wenn jemand mal per E-Mail eine Frage an sie stellte. Diese Möglichkeit zum direkten Wissensaustausch faszinierte die vier Studenten von Beginn an. Doch immer wieder stießen sie dabei auf dasselbe Problem: Wie findet man zu einer bestimmten Frage den richtigen Ansprechpartner im Internet?

Die Idee von wer-weiss-was

Suchmaschinen gab es bereits viele, aber die durchsuchten ausschließlich ganze Texte und nicht nur die Wissensgebiete der anderen Internetnutzer. Außerdem musste man als Voraussetzung erst eine eigene Homepage ins Netz stellen, um überhaupt gefunden zu werden. Heiner Jürgensen, Norbert Schuler, Michael Otto und Hanno Zulla fassten daher kurzerhand den Plan, einen Suchdienst zu entwickeln, die nicht nur Fakten liefert, sondern den Menschen eine Diskussionsplattform bietet: wer-weiss-was. Da Domänen im Jahr 1996 noch sehr teuer waren, lautete die erste Adresse von wer-weiss-was auf einem der Uni-Server übrigens: dbis9.informatik.uni-hamburg.de/WerWeissWas. Trotzdem tauchte die Frage- und Anwort-Seite schnell in den gängigen Linksammlungen auf und dank Mund-zu-Mund-Empfehlungen kamen immer mehr Leute auf die Plattform. Nebenbei sammelte wer-weiss-was reichlich positives Medien-Echo, was dem Onlinenetzwerk erhebliche Wachstumsschübe einbrachte.

Das Forum und der Chat erblicken das Licht des Webs

Mit zunehmenden Nutzerzahlen bemerkten die Gründer, dass es für den Wissensaustausch interessant und hilfreich wäre, Fragen auch öffentlich stellen zu können. Das Gästebuch zeigte zudem, dass sich die wer-weiss-was Mitglieder bereits gerne direkt auf der Site unterhielten. Da die vier Gründer inzwischen freiberuflich als Web-Programmierer arbeiteten, verfügten sie nun über das nötige Know-how, um wer-weiss-was Ende 1997 um zwei weitere wesentliche Bausteine zu erweitern: Das Experten-Forum (damals noch “Fragen-Forum”) und der Chat sollten wer-weiss-was weiter abrunden. Außerdem bekam wer-weiss-was 1997 eine eigene Domäne und ist seitdem unter www.wer-weiss-was.de im Internet zu finden.

Aufbruchstimmung am Ende der New Economy

Mit dem Jahrtausendwechsel platzte dann die “Dotcom-Blase” der New Economy und so stand kurzzeitig auch die Zukunft von wer-weiss-was in Frage. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gründer ihre Teilzeitjobs bereits zum Beruf gemacht und integrierten das studentische Projekt wer-weiss-was in ihre nach dem Diplom gegründete Firma epublica, so dass sie die Plattform schließlich weiter betreiben konnten.

Mit frischem Wind ins neue Jahrtausend

Seitdem hat sich wer-weiss-was kontinuierlich weiterentwickelt – besonders bei den Mitgliederzahlen: Obwohl die Macher nie Werbung für ihr Wissensnetzwerk gemacht haben und sich allein auf Empfehlungen und Web-Suchmaschinen verließen, kletterte die Anzahl der registrierten Mitglieder im Februar 2006 erstmals auf über 200.000. Mehr als 15 Millionen Seitenabrufe im März 2006 war ebenfalls eine beachtliche Zahl – damit hatten sich die Page Impression im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt!

Eine einmalige Erfolgsstory nimmt ihren Lauf

Das Projekt wer-weiss-was entwickelte sich in den vergangenen dreizehn Jahren zu einer einmaligen Erfolgsstory und zum echten Fulltime-Job. Den passenden Rahmen für weiteres Wachstum schufen die Gründer mit ihrer Internetagentur epublica schließlich gemeinsam mit SevenOneIntermedia: Im August 2007 riefen die beiden Partnerunternehmen die wer-weiss-was GmbH ins Leben. wer-weiss-was ist Deutschlands führendes Portal für die Vermittlung von Wissen im Internet. Im Archiv der Plattform befinden sich mehr als vier Millionen Fragen, Antworten, Ratschläge und Kommentare, über 450.000 Nutzer sind registriert. Themenschwerpunkte sind Wissenschaft, Politik, Finanzen, Computer, Technologie, Business, Gesellschaft, Kultur und Freizeit. Der Service ist kostenfrei. Seit 1. Juli 2009 sind die Informationen und Meinungen der Experten von wer-weiss-was in das Onlineportal des Nachrichtensenders N24 unter www.N24.de integriert.

Die Weiterentwicklung des Netzwerkes verantworten Erik Hauth und Eun-Kyung Park als Geschäftsführer.